
Ich bin Pollenallergiker. Für mich ist der Frühling verbunden mit Höllenqualen. Ohne Medikamente bin ich nur ein halber Mensch. An Sporttreiben - meine Leidenschaft - ist ohne Pille oder Spritze nicht zu denken. Durch die Aufklärungskampagne von proMASTERs bin ich jetzt verunsichert, ob ich nicht ungewollt eine verbotene Substanz verschrieben bekommen. Muss ich in dieser Zeit mit dem Wettkampfsport aufhören? Was soll ich machen?
Diese Frage stellte Petra S. aus A.
Keine Bange! Auch Pollenallergiker können Sport treiben, wenn\'s der Körper zulässt. Auch mit Medikamenten. Dennoch ist Vorsicht geboten. Auf jeden Fall sollte man einen Arzt aufsuchen und sich, wenn\'s notwendig ist, nur von ihm ein Medikament verschreiben lassen. Das verlangt die Fürsorge seinem eigenen Körper gegenüber. Aber: Es ist richtig, dass Medikamente, die das Leben und Sporttreiben in der Pollenzeit erträglicher machen, dopingbelastet sein können. Deswegen: Nie ohne "Liste der verbotenen Substanzen" zum Hausarzt gehen und diesen darauf hinweisen, dass man Wettkampfsport betreibt, bei dem Dopen verboten ist und Dopingkontrollen durchgeführt werden. Der Arzt kennt die Dopingliste nur in Ausnahmefällen. Ein Blick vom Arzt auf diese Liste hilft ihm, das richtige und wirksame Medikament herauszusuchen. Und das gibt Sicherheit. Meistens gibt es für ein dopingbelastetes Medikament eine gleich wirksame Alternative.
Übrigens: Die vollständige "Liste der verbotenen Substanzen" ist veröffentlicht im zweibändigen "Das Anti-Doping-Handbuch" von Nickel/Rous, erschienen im Meyer & Meyer-Verlag, Aachen (ISBN 978-3-89899-186-5 und ISBN 978-3-89899-187-2), zusammen mit grundlegenden Beiträgen zum Thema "Kampf gegen Doping" sowie allen wichtigen Listen, Dokumenten, Formularen, Links und Adressen.