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Ratgeber - proMA antwortet

November 2008

Dopinggefahr durch Haarwuchsmittel?

Ich habe in der Presse gelesen, dass ein Haarwuchsmittel bereits zu einem Dopingfall führen kann. Ist das eine Zeitungsente?

Diese Frage stellte Peter N. aus Stuttgart

"ProMa" antwortet:

Es handelt sich um keine Zeitungsente. Der Rollstuhl-Basketballer Ahmet Coskun ist aus Eitelkeit in die Dopingfalle getappt. Ohne Täuschungsabsicht benutzte er ein Haarwuchsmittel mit einem verbotenen Inhaltsstoff.

Dieser Fall zeigt erneut, mit welcher Ernst- und Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit Sportler Wettkampfsport in der heutigen Zeit angehen müssen. Das gilt auch und besonders für Seniorensportlerinnen und Sportler. Denn die bereits thematisierte „Medikamentenfalle“ kann auch beim „harmlosen“ Haarwuchsmittel zuschnappen. Denn auch hier sind – wie allseits bekannt – chemische Substanzen enthalten. Substanzen, die möglicherweise auf der Verbotsliste stehen, wie bei dem behinderten Basketballspieler. Besonders brisant bei ihm, dass er auch noch Jurist ist.

Zur Ernsthaftig- und Gründlichkeit gehört aber auch, dass die einschlägigen Hinweise gelesen werden. So ist bei der NADA schon seit längerer Zeit ein Bericht ins Netz gestellt unter dem Titel „Dopingfallen: Nahrungsergänzungsmittel, Medikamentenschrank, Mohnkuchen, Haarwuchsmittel, Cannabis“. Abrufbar ist er unter: http://www.nada-bonn.de/athleten/dopingfallen. Ein Blick lohnt sich und erspart unangenehme Überraschungen.

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