Ehrung Deutschlands Seniorenleichtathleten des Jahres 2007 in Erfurt
Im Rahmen der Deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt wurden Simone Noack und
Wolfgang Ritte am 2.3.2008 als Deutschlands beste Senioren geehrt.
Eine Videoaufzeichnung von Nicole Massin (Tochter des EVAA Präsidenten Dieter Massin) zeigt die beiden verdienten Sportler, die von Margit Jungmann (DLV)
und Frank Krümmer (Meyer & Meyer Sportverlag) die Urkunden überreicht bekamen.
Video: Nicole Massin - Standfotos: Dieter Massin Bearbeitung/Schnitt/Text: Frank Krümmer
Antidoping-Handbuch: Buchvorstellung in Köln
Zusammen mit Verlagschef Hans-Jürgen Meyer (Meyer & Meyer Sportverlag, Aachen) und Co-Autor Theo Rous
stellte in der Vorwoche proMasters-Mitglied Rüdiger Nickel eine weitere (aktualisierte) Ausgabe des
Antidoping Handbuchs vor.
Dieses Buch geht erneut in den deutschsprachigen Raum und wurde von Nickel/Rous in Zusammenarbeit
mit der österreichischen, schweizerischen und deutschen NADA erstellt.
Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich.
Zusammen mit der Buchvorstellung im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln fand -wie im Vorjahr- eine
Podiumsdiskussion statt, an der -von Stefan Schwenke moderiert- Dr. Anne Jakob (DLV),
Ulrike Spitz und Armin Baumert (NADA) und Anne-Kathrin Elbe (TSV Bayer Leverkusen) teilnahmen.
Foto: Rüdiger Nickel und Anne-Kathrin Elbe
Auswertung der Umfrage zur Betreuersituation in Riccione
Liebe Leichtathletinnen, liebe Leichtathleten,
vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldung!
Die Auswertung hat insgesamt ein recht positives Bild für die Arbeit des DLV-Betreuerteams ergeben. Aussagen u.a.: DLV-Team 2007 hat sich viel Mühe gegeben, mir hat der DLV Betreuerstab mehrmals schon geholfen, DLV war bestgeführtes Team, das Engagement der DLV-Betreuer in Riccione war einmal mehr Klasse und kann nur gelobt werden.
Anzahl der Betreuer: Mindestens einer je Stadion, abhängig von der Anzahl der zubetreuenden Athleten. Betreuer sollten zu Beginn eines Wettkampftages im Schichtbetrieb bis zum Ende des Wettkampftages ihren fest definierten Platz innehaben.
Ort der Betreuer: Hierin waren sich alle Aktive einig. Es muss ein an fester Stelle, leicht auffindbarer und leicht zugänglicher Ort sein. Dieser Ort ist vorher bekannt zu geben. Auszeichnung mit Nationalflagge sinnvoll. Es kann auch ein Stand außerhalb des Stadions sein. Erreichbarkeit über Handy. Es darf nicht sein, dass der Betreuer irgendwo hin und hergeht und man ihn nur zufällig auffindet. Der Aufenthalt von Betreuern im Innenraum des Stadion muss unbedingt vermieden werden.
Tätigkeit der Betreuer erwünscht bei:
Mitteilung von Zeitplanänderungen
Aufklärung von Fehlentscheidungen
Problemen bei den Meldungen
Mannschafts- und Staffelaufstellung
Verletzungen und Unfällen
Verständigungsschwierigkeiten
in allen sportlichen Angelegenheiten einer internationalen Meisterschaft
Die Betreuer sollen keine rundum glücklich Versorgung leisten müssen,
denn schließlich starten hier mündige Erwachsene, die selbst in der Lage sein sollten,
kleinere Hindernisse selber zu lösen. Der Athlet sollte vorab die Infos A-Z gelesen und
sich im Vorfeld über die Abläufe einer internationalen Meisterschaft informiert haben.
positive Kommentare:
Sehr gut fand ich das schwarze Brett mit den vielen Infos. Auch die Betreuung und die Informationen auf den Mannschaftsbesprechungen waren sehr gut.
Herr Böhnke wirkte sehr souverän, hörte zu und zeigte sich immer gesprächsbereit.
Verbesserungsvorschläge:
Der zentrale Ansprechplatz fehlte, weil auch andere Aufgaben wahrgenommen worden sind.
Es muss zur Pflicht gemacht werden, dass in Mannschafts- und Staffelwettbewerben die Athleten zur Mannschaftsbesprechung ihr Startvorhaben bekunden. Diese Probleme ereignen sich insbesondere beim Heruntermelden in tiefere Klassen. D.h. keine Meldung für eine Mannschaft ohne Teilnahme an der Mannschaftsbesprechung.
Interne Gebühr für Staffelteilnehmer (wie bei Europa); Geld macht immer verpflichtend.
Am schwarzen Brett frühzeitig Eintragmöglichkeit für Athleten anbieten, um ihr
Interesse am Staffel- und Mannschaftseinsatz zu bekunden. Dies praktiziert die englische
Delegation erfolgreich. Von anderen Nationen lernen. Briten machen gute Aushänge, Finnen auch;
keine frommen Sprüche und keinen Wetterbericht.
Abstimmung - WM 2011 - per Athletenumfrage und nicht Entscheidung von Funktionären,
die Athleten müssen bei einer WM starten.
Bis zur nächsten EM sollte der DLV den Kauf eines DLV-Trainingsanzuges ermöglichen, damit die Athleten
in der Öffentlichkeit ein einheitliches Bild abgeben, so wie die anderen Nationen.
Im Vorfeld hätte sich der DLV mehr für seine Athleten einsetzen müssen:
andere durften auch nach verspäteter Meldung teilnehmen, den Deutschen wurde dies verwehrt.
DLV sollte seinen Fragebogen als Download im www präsentieren und die
Möglichkeit der online-Beantwortung schaffen. Moderne Medien besser nutzen!
Schlechte Terminierung von einzelnen Besprechungen:
Wie kann man bloss eine 4x400m-Staffelbesprechung in Riccione ansetzen,
wenn kurz darauf der 400m-Endlauf im entfernten Misano stattfindet?!
Allgemeine Kritik (an den Veranstalter):
Fehlende Trainingsmöglichkeit in Rimini. In Riccione an den wettkampffreien Tagen
konnate man nur zu bestimmten Uhrzeiten auf der Tartanbahn trainieren konnte.
Ein Drittel der Athleten hatte keine Vorleistungen angegeben. Dadurch gab es
Verzerrungen bzw. Benachteiligungen im Wettkampf. Zukünftig sollten nur noch
Athleten an den Start gehen dürfen, deren Stellplatzkarte vollständig ausgefült ist.
Darauf haben die Seniorinnen und Senioren schon lange gewartet: eine
Nachschlagemöglichkeit über verbotene Substanzen und Methoden. Bislang konnten die Athleten nur über langwierige Suchaktionen herauszufinden versuchen, ob Mittel "A" auf der verbotenen Liste steht oder nicht.
Diesem uneffektiven Suchsystem ist nun Rüdiger Nickel, EVAA- und proMASTERs-Anti-Doping-Beauftragter und Herausgeber der Anti-Doping-Handbücher, entgegengetreten.
In mühevoller Kleinarbeit hat er die verbotenen Substanzen und Methoden aufgelistet. Und zwar alphabetisch. Damit kann in Sekundenschnelle unter dem entprechenden Buchstaben nachgesehen werden, ob der Athlet "auf der sicheren Seite" ist.
proMASTERs veröffentlicht noch rechtzeitig vor den Weltmeisterschaften in Riccione diese Liste, die als pdf-Datei herunterzuladen ist und für die proMASTERs das copyright hat.
Nach Riccione wird in Zusammenarbeit mit der EVAA (Europ. Senioren-Leichtathletik-Verband) diese Liste noch weiter optimiert, so dass der Benutzer schon bei Eingabe des Wirkstoffes ersehen kann, ob Mittel "A" oder "B" verboten ist oder nicht.
EVAA-Präsident Dieter Massin wird dem WMA-Council diese neue Liste vorstellen, die weltweit dann die Informationspolitik in Sachen Anti-Doping optimal unterstützt. Zudem bietet sich der EVAA-Präsident an, in Riccione vor Ort noch behilflich zu sein, wenn Athleten auf Grund fehlender Informationen in Problemsituationen kommen sollten.